Geschichte Josefimarkt

Der Josefimarkt


Uttendorf wurde 1481 von Herzog Georg von Bayern das Marktrecht verliehen.

Diese Marktrechte enthielten beispielsweise die Erlaubnis, Märkte abzuhalten.

Oft war mit dem Marktrecht das sogenannte Stapelrecht oder Niederlagsrecht verbunden. Vorbeiziehende Kaufleute waren demnach verpflichtet, ihre Waren auf bestimmten Plätzen zu stapeln und drei Tage lang im Markt zu Sonderpreisen zum Verkauf anzubieten. Die Bürger des Marktes verkauften diese Waren dann gewinnträchtig weiter oder verarbeiteten sie. Daraus entwickelten sich Märkte.

Bei uns war es ein Wochenmarkt (am Dienstag) und vier Jahrmärkte, einer zu Blasius (3. Februar), einer zu Josefi (19. März), einer zu Michaeli (29. September) und der vierte zu Nikolaus (6. Dezember).

Der Wochenmarkt und die Märkte zu Michaeli und Nikolaus sind im Lauf der Zeit verschwunden, und der Blasiusmarkt hat sich zum Taubenmarkt am Lichtmeßtag umgewandelt.

Der Josefimarkt hat sich erhalten, wahrscheinlich hat er sich deshalb durchgesetzt, weil sich die Bauern im Frühling die Tiere anschauten, die sie zur neu beginnenden Arbeit brauchten. So wie sie später die Maschinen anschauten, mit denen sie im Frühjahr ihre Arbeit verrichteten. Auch dürfte die wiedererwachende Natur im Frühling dem Josefimarkt den Auftrieb gegeben haben.

Am 5. März 1871 gab der Kaiser den Erlass heraus, der den öffentlichen Viehauftrieb beim Josefimarkt in Uttendorf am 19. März 1871 und in allen folgenden Jahren erlaubte.

19571957

Der Markt wurde auch während der beiden Weltkriege, trotz wirtschaftlicher Not und Geldknappheit, immer abgehalten.

An manchen Jahren musste der Markt jedoch wegen der Witterung oder Seuchen verschoben werden, oder es durfte wegen Auftreten der Maul und Klauenseuche kein Vieh aufgetrieben werden.

Seit ca. 1920 hat sich der Josefimarkt weit über den Rahmen eines Jahrmarktes erweitert.

Die hiesigen Gewerbetreibenden stellten ihre Erzeugnisse in immer größerer Menge zur Schau. Dagegen blieb der Viehauftrieb gegen früheren Jahren stark zurück.

Die Marktfiranten waren damals schon in übermäßiger Zahl vorhanden und verschiedene Belustigungen lockten alle Jahre eine große Menschenmenge zu diesem Volksfest herbei.

Aufgrund der jährlich steigenden Besucherzahlen entschloss sich 1956 der Marktausschuss, künftig den Josefimarkt an 2 Tagen abzuhalten, und zwar alljährlich am 18. und 19. März.

19611961

Durch den immer größer werdenden Platzbedarf durch Traktoren, Landmaschinen und auch Autos wurde die Ausstellungsfläche am Marktplatz allmählich zu klein, und so entschloss man sich, im Jahre 1961 den Verkehr während der Markttage über Helpfau umzuleiten, und die Ausstellung auf den Vormarkt auszudehnen.

Bereits 1 Jahr später stand am alten Sportplatz ein Vergnügungspark, bestehend aus einer Schaukel, einem Kettenprater, sowie als besondere Attraktion, dem damals neuartigen Autodrom. 

Am 18. Februar 1964 suchte die Marktgemeinde Uttendorf um Vorverlegung des Josefimarktes an. Dieses Ansuchen wurde am 11. März 1964 von der Oö. Landesregierung genehmigt. Seither wird er am zweiten Wochenende im März abgehalten. 

19811981

Ein besonders reichhaltiges Programm erwartete die Besucher beim 100. Josefimarkt im Jahr 1971, am Samstagnachmittag fanden Fallschirmabsprünge von Mitgliedern der österreichischen Nationalmannschaft statt, in allen Gasthäusern spielten verschiedene Musikkapellen, bis zum großen Feuerwerk, das vom Schloßberg aus gezündet wurde.

Zu dieser Zeit ist der Josefimarkt schon zur größten und bedeutendsten Leistungsschau des oberen Innviertels gewachsen, mit schätzungsweise 15 000 Besuchern an beiden Markttagen.

Weitere Vergrößerungen des Marktes sind das Festzelt seit 1978 und Hubschrauberrundflüge seit 1979.

1981, im Jubiläumsjahr des Marktes Uttendorf, kam mit dem damaligen Handelsminister Dr. Josef Staribacher zum ersten Mal ein Mitglied der Bundesregierung zur Eröffnung des Josefimarktes.

Die Ausstellungsfläche wurde auch in den folgenden Jahren immer größer, besonders der Vergnügungspark wächst auch heute noch von Jahr zu Jahr.